Die angeführten Zitate können in The Ante-Nicene Fathers (ANF) nachgelesen werden. ANF 1,17 bedeutet z. B., dass das Zitat in The Ante-Nicene Fathers, Band 1, Seite 17 zu finden ist.
Clemens von Rom um 96 n. Chr.:
„Wir glauben doch an einen einzigen Gott, an einen einzigen Christus, ein und derselbe Gnaden-
geist ist über uns ausgegossen, und mit demselben Ruf sind wir in die Gemeinschaft mit Christus berufen worden“ (1 Clem 46,6 [ANF 1,17]).
Justin der Märtyrer um 160 n. Chr.:
„Ihn und seinen Sohn, der von ihm gekommen ist ..., und den prophetischen Geist verehren und beten wir an“ (Erste Apologie, Kap. 6 [ANF 1,164]).
Athenagoras von Athen um 175 n. Chr.:
„Wer sollte sich da noch auskennen, wenn er hört, dass Leute als Atheisten verschrien werden, die einen Gott Vater und einen Gott Sohn und einen Heiligen Geist bekennen und nachweisen, dass dieselben mächtig sind in der Einigung und verschieden in der Ordnung?“ (Bittschrift für die Christen, Kap. 10 [ANF 2,133]). „... wir [lassen] uns einzig von der Erkenntnis des wahren Gottes und seines Wortes leiten ... – nämlich von der Erkenntnis, was die Einheit des Sohnes mit dem Vater, was dieGemeinschaft des Vaters mit dem Sohn ist, was der Geist ist, was die Einigung solcher Größen und der Unter- schied der Geeinigten ist, nämlich des Geistes, des Sohnes und des Vaters“ (Ebd., Kap. 12 [ANF 2,134]). „... nach unserer Lehre existiert ein Gott und ein Sohn, sein Wort, und ein Heiliger Geist, die hinsichtlich der Macht ein einziges Wesen sind, der Vater, der Sohn, der Geist; denn der Sohn ist des Vaters Verstand, Wort, Weisheit, und der Geist ist Ausfluss wie Licht von Feuer“ (Ebd., Kap. 24 [ANF 2,141]).
Theophilus von Antiochien um 180 n. Chr.:
„... die drei Tage, die der Schöpfung der Lichter vorangegangen sind, [sind] ein Sinnbild der Dreieinigkeit – Gottes, seines Wortes und seiner Weisheit“ (An Autolykus II.15 [ANF 2,102).
Irenäus von Lyon um 180 n. Chr.:
„... dass das Wort, d. h. der Sohn, immer bei dem Vater war, haben wir vielfach dargelegt. Dass aber auch die Weisheit, d. h. der Geist, bei ihm vor aller Schöpfung war, sagt er durch Salomo: Gott hat durch die Weisheit die Erde gegründet, den Himmel bereitet durch die Klugheit. Durch seinen Geist brachen die Abgründe hervor, und die Wolken träufelten Tau‘ [Spr 3,19f]. Und wie-derum: ‚Der Herr machte mich zum Anfang seiner Wege für seine Werke, vor der Zeit setzte er mich ein, im Anfang, bevor er die Erde machte ...‘ [Spr 8,22f]. ... Der eine Gott also [hat] ... durch sein Wort und die Weisheit alles gemacht und geordnet ...“ (Gegen die Häresien IV.20,3f [ANF 1,488]). „... Gott vermag alles. Ehemals wurde er im Geist prophetisch geschaut, dann durch den Sohn,... schließlich wird er gesehen werden im Reich der Himmel als Vater. Denn der Geist bereitet den Menschen vor im Sohn Gottes, der Sohn führt ihn hin zum Vater, der Vater aber schenkt ihm Unverweslichkeit zum ewigen Leben ...“ (Ebd., IV.20,5 [ANF 1,489]). „Über allem nämlich ist der Vater, und er selbst ist das Haupt Christi; alles ist durch das Wort, und dies ist das Haupt der Gemeinde; in uns allen aber ist der Geist, und dieser ist ‚das lebendige Wasser‘ [Joh 4,10]“ (Ebd., V.18,2 [ANF 1,546]).
Clemens von Alexandrien um 195 n. Chr.:
„Dass wir ... ein dankbares Loblied singen dem einen Vater und ... dem Sohn, der Erzieher und Lehrer ist, zusammen auch mit dem Heiligen Geist! Alles für den einen, in dem alles ist, dessent- wegen alles eins ist ... Ihm sei die Ehre jetzt und in Ewigkeit, Amen“ (Der Erzieher III.12,2 [ANF 2,295]). „Einer ist der Vater aller Dinge, einer auch das Wort aller Dinge, und der Heilige Geist ist ein und derselbe überall“ (Ebd., I.6,1 [ANF 2,220]). „Welch großen Schatz wir ... [tragen], der durch die Kraft Gottes, des Vaters, durch das Blut Gottes, des Sohnes, und durch den Tau des Heiligen Geistes wie mit einer Mauer umschirmt ist!“ (Welcher Reiche wird gerettet werden?, Kap. 34 [ANF 2,601]).
Tertullian um 213 n. Chr.:
„Wir ... glauben ... an den einzigen wahren Gott – jedoch mit der Maßgabe, die wir ‚Ökonomie‘nennen: dass des einzigen Gottes eigenes Wort, durch das alles geschaffen und ohne das nichts geschaffen wurde, auch sein Sohn sei. Dieser wurde vom Vater in die Jungfrau herabgesendet und von ihr geboren als Mensch und Gott, Menschensohn und Gottessohn, und ist Jesus Christus genannt worden. Er litt, starb und wurde begraben gemäß der Heiligen Schrift und ist vom Vater wieder auferweckt worden. In den Himmel aufgenommen, sitzt er zur Rechten Gottes, des Va-ters, und wird kommen, zu richten die Lebendigen und die Toten. Er wird sodann seiner Verhei-ßung gemäß vom Vater her den Heiligen Geist, den Helfer, als den Heiligmacher des Glaubens derer senden, die an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist glauben“ (Gegen Praxeas, Kap.2 [ANF 3,598]). „... ich [lasse] Vater, Sohn und Geist nicht voneinander geschieden sein ... Ich behaupte näm-lich, der Vater sei ein anderer als der Sohn und der Heilige Geist. ... Aber ich nenne den Sohn ei-nen anderen als den Vater nicht infolge einer Verschiedenheit, sondern infolge einer Ausbreitung, nicht infolge einer Teilung, sondern einer Unterscheidung. Denn Vater und Sohn sind nicht die-selbe Person – oder besser: Sie sind nur durch ein geringes Maß der eine vom anderen gesondert. DerVater ist die ganze Substanz, der Sohn ein Seitenrinnsal und ein Teil vom Ganzen, wie er selbst gesagt hat: ‚Der Vater ist größer als ich‘ [Joh 14,28]“ (Ebd., Kap. 9 [ANF 3,603f]). „... den Ausdruck ‚zwei Götter‘ und ‚zwei Herren‘ [nehmen wir] niemals in den Mund – nicht etwa, als wäre der Vater nicht Gott und der Sohn nicht Gott und der Heilige Geist nicht Gott ...Denn wenn in der Heiligen Schrift nur eine Person Gottes und des Herrn vorkäme, so würde mit Recht die Führung des Namens ‚Gott‘ und ‚Herr‘ seitens Christi nicht geduldet worden sein. Denn es wäre weiter kein anderer als der eine Herr und Gott gepredigt worden“ (Ebd., Kap. 13 [ANF 3,608]).
Hippolytus von Rom um 205 n. Chr.:
„Daher ist der Mensch ... gezwungen, Gott, den Vater, den Allmächtigen, und Christus Jesus, den Sohn Gottes – der, da er Gott war, Mensch wurde, dem auch der Vater alles unterworfen hat (mit Ausnahme seiner selbst) –, und den Heiligen Geist anzuerkennen, und dass diese drei [Per-sonen] sind. ... Was also die Macht betrifft, so ist Gott einer. Was aber die Ökonomie betrifft, so gibt es eine dreifache Manifestation“ (Gegen Noëtus, Abs. 8 [ANF 5,226]). „Wir sehen also das fleischgewordene Wort, und wir erkennen den Vater durch ihn, und wir glau-ben an den Sohn, und wir beten den Heiligen Geist an“ (Ebd., Abs. 12 [ANF 5,228]). „ ‚Geht hin, und lehrt alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes‘ [Mt 28,19]. Und damit hat er gezeigt, dass jeder, der auch nur einen von ih-nen auslässt, Gott nicht vollkommen verherrlicht. Denn durch diese Dreieinigkeit wird der Vater verherrlicht. Denn der Vater hat gewollt, der Sohn hat getan, der Geist hat offenbart“ (Ebd., Abs. 14 [ANF 5,228]).
Origenes um 225 n. Chr.:
„Weil jedoch viele Christusbekenner ... in sehr wesentlichen Punkten nicht übereinstimmen über Gott, den Herrn Jesus Christus oder den Heiligen Geist ...[,] so schien es mir notwendig, vorerst für diese im Einzelnen sichere Grenzen und Grundsätze zu bestimmen ... Beispiele der ersten Gattung, die nach der apostolischen Lehre als entschieden vorgetragen werden, sind folgende: dass ein einziger Gott sei, der alles erschaffen und geordnet und aus nichts alles in das Dasein gerufen hat ... Dass ... Jesus Christus, der gekommen ist, vor aller Erschaffung aus dem Vater geboren sei. Nachdem er dem Vater bei der Weltschöpfung diente (denn durch ihn ist alles ge-schaffen [Joh 1,3]), hat er in den letzten Tagen sich selbst erniedrigt und ist Mensch geworden im Fleisch, obgleich er Gott war, und auch der Menschgewordene blieb, was er als Gott war. ... Zu-dem hat man dem Vater und Sohn auch noch den Heiligen Geist an Ehre und Würde gleichge-stellt ...“ (Über die Grundlehren der Glaubenswissenschaft, Vorrede [ANF 4,240]). „[Das] alles [sind] hinlängliche Zeugnisse [dafür], dass das Wesen des Heiligen Geistes solche Kraft und Hoheit in sich trägt, dass eine heilsame Taufe ohne Anrufung des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes nicht verrichtet werden kann und dem unerschaffenen Gott und seinem einziggeborenen Sohn auch der Name des Heiligen Geistes beigesellt werden muss“ (Ebd., I.3,2 [ANF 4,252]). „Der Vater bringt einen ungeschaffenen Sohn hervor und einen Heiligen Geist, nicht als ob diese vorher nicht existiert hätten, sondern weil der Vater der Ursprung und die Quelle des Sohnes oder des Heiligen Geistes ist“ (Ebd., II.2,1 [ANF 4,270]).
Zusammenstellung von B. C. Grube für das Martin-Bucer-Seminar.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen