Juden aus dem antiken Judentum haben an einen göttlichen Messias und an einen mehrpersonalen Gott geglaubt.
Prof. Boyarin gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Talmudforschung unserer Zeit und schrieb:
„Es gab viele Juden, die durchaus an so etwas wie den Vater und den Sohn und sogar an so etwas wie die Inkarnation des Sohnes im Messias glaubten."
„Jesus kam bei seinem Kommen in einer Gestalt, die viele, viele Juden erwarteten: eine zweite göttliche, in einem Menschen inkarnierte Person."
„Viele Israeliten der Zeit Jesu erwarteten einen Messias, der göttlich wäre und auf die Erde in Gestalt eines Menschen käme. Daher waren die grundlegenden Gedanken, aus denen sowohl die Trinität als auch die Inkarnation erwuchs, in eben jener Welt vorhanden, in die Jesus hinein geboren wurde."
"Viele antike Juden nahmen Jesus einfach als Gott an, und sie taten das, weil ihre Vorstellungen und Erwartungen sie dahin geführt hatten."
„Die Vorstellungen der Trinität und der Inkarnation, oder sicherlich die Keime jener Ideen, waren bereits unter jüdischen Gläubigen gegenwärtig, längst bevor Jesus die Bühne betrat."
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